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Schmerzen und deren Ursprung

Der Hintergrund

Wir leben heute in einer Welt, die nicht viel Bewegung erfordert. Die Anforderungen unseres Arbeitsalltags an unseren Körper sind jeden Tag die gleichen. Diese einseitigen Belastungen haben Folgen, sie degenerieren und schädigen unseren Körper zusehends – und bringen zwangsläufig verschiedenartige Beschwerden im Bewegungsapparat mit sich.
Gelenke werden durch unsere Muskeln und das sogenannte Fasziensystem bewegt. Sind sie aber in ihrer Funktion eingeschränkt, kann das die Wirbelsäule und die Gelenke schädigen. Das Problem beginnt also meistens in den Weichteilen (aktives Bewegungssystem) und nicht, wie häufig angenommen wird, im Gelenk selbst. Das ist für viele Schmerzpatienten eine gute Nachricht. Denn wenn man es schafft, die Muskeln und Faszien wieder voll funktionsfähig zu machen, kann man so Schmerzen äußerst wirksam bekämpfen. Und dazu müssen die Muskeln nicht in erster Linie kräftig sein, sondern vor allem voll beweglich. Genau das ist heutzutage aber oft nicht gegeben.

Unser Trainingskonzept basiert, unter anderem, auf der sogenannten Biokinematik. Die Biokinematik, begründet von Dr. Walter Packi, ist eine Schmerztheorie, welche die Ursachen von Schmerzproblematiken erklärt. Daraus abgeleitet lassen sich eine passende Behandlung und das dazugehörende Bewegungsprogramm entwickeln.

Als problematisch kann man die ständig gebeugte Haltung mancher Gelenke im Arbeitsalltag ansehen. Einseitige Haltungen oder Fehlhaltungen im Alltag können „Verkürzungen“ in unserem Muskelsystem hervorrufen.
Jede Bewegung im Körper funktioniert nur durch das Zusammenspiel mehrerer Muskeln, sogenannter Muskelschlingen. Wenn sich ein Muskel zusammenzieht (Agonist), lässt in einem funktionierenden Muskelsystem der Partnermuskel (Antagonist) dementsprechend nach. Außerdem dürfen diese Muskelschlingen nicht isoliert betrachtet werden, denn sie wirken gelenkübergreifend in sogenannten Muskelketten. Dies ermöglicht große Bewegungsausmaße, schnelle Richtungswechsel, reibungslose, ökonomische Bewegungsabläufe und maximale Sicherheit für das Gelenk. Ist ein oder mehrere Muskeln verkürzt, stört das diesen Bewegungsablauf, und es kommt über kurz oder lang zu Beschwerden.

Mehr zur Biokinematik auf www.biokinematik.com

Der Rückenschmerz

Auch unsere Wirbelsäule ist umgeben von Muskelschlingen. Eine der wichtigsten Muskelschlingen bildet die Bauchmuskulatur gemeinsam mit den hinten liegenden Rückenstreckern. Wenn wir einen sitzenden Menschen als Beispiel nehmen, ergibt sich folgendes Bild: Die vorne liegende Muskulatur wird verkürzt durch den dauernden „Trainingsreiz“ in die Beugung. Die Rückenstrecker, welche uns aufrichten, sind mit den Zugkräften des verkürzten Bauchmuskels überfordert und signalisieren deshalb Schmerz. Das heißt, nicht der kranke Muskel schmerzt, sondern der gesunde! Wenn man sich nun vorstellt, dass der zivilisierte Mensch große Teile seines Tages in gebeugter oder anderen einseitigen Haltungen verbringt, sich aber nie oder höchstens selten überstreckt, ist es naheliegend, dass die zwischen dieser Schlinge liegenden Bandscheiben „mangelernährt“ werden und früher oder später kaputtgehen. Dieses Prinzip kann auch auf jedes andere Gelenk übertragen werden.

Arthrose und andere Schädigungen in den Gelenken

Andauernde einseitige Belastungen komprimieren die Gelenke und verschlechtern dadurch die Ernährung des Gelenkknorpels. Eine optimale Ernährung kann nur stattfinden, wenn das Gelenk Druckschwankungen ausgesetzt wird. Wird der Gelenkknorpel zusammengedrückt, wird Flüssigkeit aus dem Gelenk gepresst. Wird dieser Druck nicht wieder abgebaut, kann sich der Knorpel nicht wieder mit Flüssigkeit vollsaugen. Ein weiteres Problem bildet auch die Bewegungseinschränkung des Gelenks durch die verkürzte Muskulatur. Dadurch werden gewisse Teile des Gelenks gar nicht mehr bewegt, was ebenfalls dazu führt, dass kaum noch Knorpelernährung stattfindet. Die Folgen sind eine Unterversorgung und die Abnutzung des Knorpels: Arthrose. Das gleiche Prinzip kann man auch auf sämtliche andere Schädigungen in Gelenken anwenden. Wird ein Gelenk nicht gleichmäßig be-und entlastet, nutzen sich auch Sehnen und Bänder einseitig ab und können sogar reißen. Auch Verengungen in Gelenken wie das Impingementsyndrom (Schulterengpass) in der Schulter werden durch ein unausgeglichenes Spannungsverhältnis in Muskelschlingen und -ketten ausgelöst. Die Ursache liegt also meistens nicht im Gelenk selbst, sondern in den gelenkumgebenden Muskeln und Faszien. Also sollte auch bei der Behandlung dieser Problematiken meistens etwas an den Weichteilen (gelenkbewegenden Strukturen) verändert werden und nicht am Gelenk selbst.

Das unter dem Punkt Biokinematik beschriebene Missverhältnis der Muskeln verursacht eine immer schlechter werdende Struktur der Faszien. Es ist wissenschaftlich belegt, dass Faszien eine große Rolle für die Beweglichkeit des Körpers und somit auch bei der Ursache von Schmerzen spielen. Jeder Muskel und jedes Organ sind von diesem kollagenhaltigen Bindegewebe umgeben. Faszien sind im gesunden Zustand sehr elastisch und zugfest, dadurch ermöglichen sie geschmeidige Bewegungen und sorgen für eine gute Stabilität. Sie sichern die Wirbelsäule und alle anderen Gelenke. Faszien halten sozusagen unseren Körper zusammen. Außerdem schützen gesunde Faszien vor Verletzungen wie Bänderrissen, Muskelzerrungen oder Sehnenreizungen. Verändern sich diese Strukturen beispielsweise durch Fehlbelastungen, einseitige Haltungen, falsche Ernährung, zu wenig Flüssigkeit, Stress und so weiter, kann dies die Funktion erheblich einschränken und Schmerzen erzeugen (siehe Biokinematik). Durch gezieltes Training der Faszien lässt sich ihre Struktur wieder „ordnen“, und somit kann der Schmerz gelindert oder beseitigt werden.

Faszien und Kraft

Untersuchungen haben gezeigt, dass die Kraftentfaltung zu 20 bis 30 Prozent über die Muskeln und zu 70 bis 80 über die Faszien erfolgt. Je elastischer die Faszien sind, desto mehr Kraft können sie erzeugen und übertragen. (Siehe hierzu das Fachmagazin new tools, Ausgabe 5/16)

Auch Triggerpunkte verschlechtern und behindern die Zusammenarbeit der Muskeln. Triggerpunkte sind eine Art „Dauerkrampf“ in einzelnen Muskelfasern. Sie reagieren empfindlich auf Druck und können Schmerzen in anderen Arealen des Körpers auslösen. Sie können oft die einzige Ursache vieler Schmerzen im Bewegungsapparat sein.

Mit dem einzigartigen five-Geräteparcours wird der gesamte Körper entgegen seiner Gewohnheiten gestreckt und trainiert. Bereits zwei Trainingseinheiten pro Woche können wirksam vor Rückenschmerzen und anderen Gelenkproblemen schützen. Auch akute Beschwerden wie Bandscheibenvorfälle oder Ähnliches lassen sich mit der five-Methode behandeln. five trainiert alle Bewegungsabläufe des biologischen Systems. Spannungsmissverhältnisse können ausgeglichen werden und die Zusammenarbeit des Muskelfaszienssystems verbessern. Dies wirkt den in den vorigen Punkten beschriebenen Problematiken entgegen. Der Mensch wird aufgerichtet; Atmung, Durchblutung und Energiefluss werden optimiert. five ist sowohl als Reha-Maßnahme als auch präventiv für alle Altersklassen geeignet. Auch Sportler profitieren von diesem Trainingskonzept. Das five-Training wird bei uns im five club kombiniert mit myofaszialer Entspannung, selbstständiger Behandlung von Triggerpunkten und dem chipkartengesteuerten Kraft-Ausdauer-Training von milon. Unsere Mitglieder werden während ihres Trainings intensiv betreut. Diese Kombination beinhaltet viele Aspekte, die der Körper benötigt, um sich im Alltag schmerzfrei bewegen zu können.

Uns ist es wichtig, dass unsere Mitglieder ihr Ziel erreichen. Das bedeutet: den Schmerz behandeln oder ihm vorbeugen. Durch unser Angebot im five club möchten wir eine echte und dauerhafte Lösung für die Probleme unserer Mitglieder ermöglichen. Dabei ist von großer Bedeutung, dass sie lernen, wo ihr Schmerz herkommt, wie sie ihm selbst entgegenwirken können und somit sozusagen zum „Therapeuten in eigener Sache“ ausgebildet werden.